Mixed Martial Arts (MMA)


MMA wurde früher auch als Vale Tudo (in Brasilien, port. "alles geht"), NHB (no holds barred) oder Free Fight bezeichnet. Eine Urform des MMA wurde bereits im alten Griechenland trainiert und ist heute noch unter der Bezeichnung "Pankration" bekannt. Populär wurde MMA vor allem durch die UFC (Ultimate Fighting Championchip), die inzwischen in den USA das Profiboxen an Popularität überholt hat.

MMA ist eine Kampfsportart, bei der wie auch beim Boxen, Thaiboxen etc. im Vollkontakt gekämpft wird. Das besondere an MMA ist die Vielseitigkeit des Kämpfens. Deshalb halten wir die Bezeichnung MMA - Mixed Martial Arts (dt. gemischte Kampfkünste) auch für besonders zutreffend. Vale Tudo, NHB und Free Fight sind hier irreführend, weil diese Bezeichnungen suggerieren, es gäbe keine Regeln. Solche Kämpfe mag es geben, hat es gegeben und sie waren bedeutsam für die Entwicklung des MMA zu einem anerkannten Sport, unterrichten tun wir das nicht.

Wenn MMA für "gemischte Kampfkünste" steht, dann wird deutlich, dass verschiedene spezialisierte Kampfsportarten ins MMA hineinwirken. Dies ist erforderlich, weil im MMA in mehr Kampfdistanzen gekämpft wird, als z.B. beim Kickboxen oder Ringen: nämlich in der Tritt-, Schlag-, Clinch- und Ellbogen/Knie-, Wurf- und Grapplingdistanz, dem Bodenkampf. Dadurch sind verschiedene Strategien für den Kämpfer möglich. Dafür ist aber auch die sichere Umsetzung von Konzepten in den Einzeldistanzen nötig, und die lernt man nicht bei einem Trainingsmix a la Gewürzkiste - eine Prise hiervon, eine Messerspitze davon - sondern das Geheimnis des Erfolges heißt gezieltes Crosstraining. Das bedeutet, man trainiert eine Basis mehrerer, geeigneter Kampfsportarten, setzt ggf. den Schwerpunkt auf eine und fokussiert sein Training auf die Anwendung im MMA. Das reine MMA-Training hat eher die Aufgabe, die Vernetzung zwischen den Kampfdistanzen zu schaffen, Schwerpunkte zu setzen und bietet dem Kämpfer die Möglichkeit sich gezielt auf den (Wett-)Kampf unter MMA-Regeln vorzubereiten.

D.h., wer ernsthaft MMA trainieren oder gar kämpfen möchte, ist geraten zumindest ein geeignetes System für den Standkampf und ein geeignetes System für den Bodenkampf zu trainieren. Ohne das werden wirkliche Fortschritte und Erfolge kaum möglich sein, aufgrund der sehr komplexen Anforderungen in diesem Sport. Profis haben i.d.R. mehrere Trainer, die sie auf die speziellen Anforderungen vorbereiten, die selbst Spezialisten in einer jeweiligen Kampfdistanz sind und darüber hinaus MMA-Erfahrungen haben. Durchgesetzt haben sich für den Standkampf u.a. Boxen, Muay Thai, Vollkontakt-Kickboxen, für die Nahdistanz u.a. Ringen, Luta Livre, Sambo, Judo oder Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ).

Dies macht deutlich, wie hoch die Anforderungen an den (ernsthaft) MMA-Trainierenden sind. Der Athlet muss deutlich mehr trainieren, als 2-3 x einen Kampfsportmix pro Woche, vielmehr muss er in der Lage sein, sich auch in Einzeldisziplinen messen zu können. Top-MMA-Fighter waren oder sind Weltspitze in ihren Spezial-Disziplinen, z.B. Randy Couture oder Dan Henderson als Olym­piaringer, Fedor Emelianenko als Sambo-Weltmeister oder Dean Lister als BJJ- und ADCC-Champion, um nur wenige zu nennen.

Aber auch wenn das MMA in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt: Vor einer Wettkampfkarriere als MMA-Kämpfer sollte der Athlet unbedingt an Wettkämpfen in mindestens einer Spezialdisziplin teilgenommen und dort wichtige Erfahrungen gesammelt haben.

Wir bieten mit Muay Thai und Luta Livre zwei exzellente Kampfsportarten für jeweils Standup (Standkampf) und Grappling (Bodenkampf) an, unser MMA-Training zeigt die Verbindung zwischen beidem, die relevanten Unterschiede zum reinen Thaiboxen oder Submission-Wrestling und bietet die Möglichkeit zum Sparring unter diesen komplexen Bedingungen.


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