Krav Maga Hannover / Combatives




Combatives:

 

Der Begriff Combatives ist eine moderne Wortschöpfung der Selbstschutz-Community. Er leitet sich aus dem englischen "to be combative" (streitlustig, kampfwillig sein) ab und steht für effektive Methoden des Selbstschutzes und der Selbstverteidigung.

 

Combatives sollte nicht als „Stil“ oder „System“ verstanden werden, sondern der Begriff umfasst konzeptionelle Ideen und Prinzipien, die von einer (inneren) Einstellung ("Attitude"), notfalls mit größter Entschlossenheit zu kämpfen getragen sind und die sich beständig weiterentwickeln.

 

Alle Fertigkeiten, Taktiken, Prinzipien oder Konzepte des Nahkampfes, die unter unkooperativen Bedingungen im Kampf und unter Stress wirksam sind, bilden die Essenz von dem, was mit dem Begriff "Combatives" gemeint ist.

 

Urban Combatives von Lee Morrison ist eine international anerkannte Organisation, die Menschen die Fertigkeiten zur persönlichen Sicherheit und zum Selbstschutz vermittelt. Urban Combatives ist  effiziente Selbstverteidigung, von der präventiven Konfliktvermeidung über alle Konfliktphasen hinweg, ist schnell zu erlernen und hochwirksam in der Anwendung.

 

Unsere Trainer Ralf und Tanja sind beide von Lee Morrison als Urban Combatives Full Instructor zertifiziert. 

 

 

Krav Maga:

 

Hebr. für „Kontaktkampf“ - ist ein israelisches Nahkampf- und Selbstverteidigungssystem, das vor allem Schlag- und Tritttechniken, aber auch Hebel, Grifftechniken und Bodenkampf beinhaltet.

 

Krav Maga geht auf den in Bratislava aufgewachsenen jüdischen Kampfsportler Imrich Lichtenfeld zurück, der diese Methode entwickelte, um die dort lebenden Juden im Kampf gegen antisemitische Übergriffe zu unterstützen.

 

Unsere Trainer Ralf und Dominic sind Krav Maga Instruktoren und haben ihre Ausbildung bei Michael Rüppel von Krav Maga Street Defence gemacht.

Benötigtes Equipment

  • T-Shirt, Shorts oder bequeme, stabile Hose
  • Zahnschutz
  • Tiefschutz (Männer)
  • Boxhandschuhe
  • MMA- Handschuhe
  • Kopfschutz (empfohlen)
  • Schienbein-/Spannschutz (optional)

Mehr Info

Krav Maga

 

... war ursprünglich das offizielle Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem der israelischen Polizei- und Militäreinheiten (IDF, Israel Defense Forces). Später wurde es für Zivilisten angepasst und ist seitdem nicht mehr nur im Sicherheitsbereich äußerst beliebt. Heute wird Krav Maga weltweit von diversen Polizeieinheiten, militärischen Spezialeinheiten, Sicherheitsdiensten, Personenschützern etc. eingesetzt.

 

Krav Maga wurde von Imrich Lichtenfeld begründet, der selbst erfolgreicher Boxer und Ringer war und von seinem Vater, einem Polizisten, Techniken des Jiu-Jitsu lernte. Lichtenfeld lehrte seine Kampfmethode in den 1930er Jahren erstmals in der Slowakei, um die dort lebenden Juden im Kampf gegen antisemitische Übergriffe zu unterstützen. Nach seiner Flucht aus der Slowakei 1940 und einer Zeit bei der britischen Armee durfte er 1942 nach Palästina einreisen. Dort unterrichtete er zunächst mit Unterstützung durch die Briten die zionistischen Untergrundorganisationen „Haganah“ und „Palmach“. Nach der Gründung des Staates Israel 1948 wurde Imrich Lichtenfeld, der sich nun hebräisch Sde-Or nannte, Nahkampfausbilder der israelischen Armee. Später adaptierte er das militärische Krav Maga für Polizei und Zivilisten. Imrich Lichtenfeld starb 1998.

 

Inzwischen gibt es verschiedene Organisationen, die das Krav Maga weiterführen.

 

Combatives

 

Dieser Begriff geht auf die WW2-Combatives, also Nahkampfmethoden aus dem 2. Weltkrieg zurück, die wesentlich von Eric A. Sykes und William E. Fairbairn für alliierte Streitkräfte geprägt wurden. Die Voraussetzung war, die Soldaten in kurzer Zeit für den Nahkampf kampffähig zu machen. Deshalb war es wenig sinnvoll, schwierige, komplexe Technikabläufe zu vermitteln. Wert wurde also vor allem auf schnelle Erlernbarkeit und hohe Effizienz gelegt.

 

Moderne Combatives haben mit den historischen Methoden vor allem diese Herangehensweise gemeinsam. Prinzipien haben Vorrang vor Techniken, Anwendungen dürfen nicht stressanfällig und müssen möglichst universell anwendbar sein. Moderne Combatives arbeiten konzeptbasiert und eher grobmotorisch, weil Menschen in echten gewaltgeprägten Situationen unter Hochstress stehen und feinmotorische Handlungsabläufe nicht mehr umsetzbar sind.

 

Combatives umfasst mehr als reine Selbstverteidigung, die meist als „Abwehrtechnik X gegen Angriff Y“ verstanden wird. In den Combatives geht man von der einfachen Regel: „Wer reagiert, verliert“ aus. Deshalb ist es bedeutsam, sich mit allen Phasen eines gewaltsamen Konfliktes zu beschäftigen, einschließlich dessen Entstehung. Und deshalb sprechen wir lieber von Selbstschutz als von Selbstverteidigung.

 

Realitätsbasiertes Training umfasst neben der Vermittlung der Konzepte auch deren Umsetzung in Simulationen und Szenario-Trainings.

 

Wir sind Full Instruktoren für Urban Combatives unter:

Unser Combatives Training ist weiterhin beeinflusst von:

Unser Training im Bereich Selbstschutz ist nicht explizit auf ein System festgelegt, es beinhaltet alles, was uns aus unserem weiten Erfahrungsschatz sinnvoll und nützlich erscheint.

 

Krav Maga / Combatives ist kein Sport und keine traditionelle Kampfkunst, sondern dient ausschließlich zum Selbstschutz. Trotzdem ist das Training auch konditionell fordernd, getreu dem Motto:

 

„Stronger People are harder to kill!“

 

Wichtiger Hinweis:

 

Die Trainingsteilnahme ist ab einem Alter von 16 Jahren möglich.